Der Körper muss das Nahrungsprotein in seine Bausteine, die Aminosäuren spalten, um es aufnehmen zu können.
Die Proteinstruktur kann mit einer Perlenkette verglichen werden: In diesem Vergleich sind die einzelnen Perlen die Aminosäuren (AS). Durch Enzyme spaltet der Körper das Protein in seine Aminosäuren und kann sie in körpereigenes Protein überführen.
Fertige Aminosäurenprodukte enthalten diese aufgespalteten Eiweiß-Bausteine, die z.B. nach dem Training schnell von der trainierten Muskulatur aufgenommen werden, was den Vorteil hat, dass die Muskulatur schnell mit Bausubstanz versorgt wird und es nicht zu unerwünschtem Muskelabbau kommt.
Von den mehr als 100 bekannten Aminosäuren sind lediglich 20 Bestandteil des menschlichen Eiweißes.
Davon kann der menschliche Körper einige selbst herstellen, andere muss er mit der Nahrung zu sich nehmen, die letztgenannten bezeichnet man daher als essentiell. Zu den acht essentiellen AS zählen: die verzweigtkettigen Leucin, Isoleucin, Valin (siehe BCAA), die aromatischen AS Phenylalanin und Tryptophan, die schwefelhaltige Aminosäure Methionin sowie Lysin und Threonin.
Als semi-essentiell bezeichnet man solche Aminosäuren, für die in bestimmten Wachstums- oder Stressphasen ein erhöhter Bedarf besteht, der nicht durch Eigensynthese ausgeglichen werden kann. Hierzu zählen Arginin, Histidin und besonders Glutamin.